Modulares Simulationsmodell des forstlichen Produktionsprozesses zur Reinertragskalkulation und Entscheidungsfindung im Forstbetrieb


Uni Göttingen, Abt. Forstökonomie und Forsteinrichtung, Burckhardt Institut, Az.: Göttingen 06/12

 


Zielsetzung:

Erstellung eines modularen Simulationsmodells des forstlichen Produktionsprozesses zur Bestimmung der relativen ökonomischen Vorteilhaftigkeit einer Baumart für einen gegebenen Standort.



Methoden:

Das Simulationsmodell wurde auf Basis von EXCEL umgesetzt. Das Gesamtmodell beinhaltet die jeweils einzeln und voneinander unabhängig zu variierenden Module Produktion, Holzerlöse, Erntekosten und Waldbau sowie die Bewertungsmodule Waldreinertrag und Annuität. Eingangsdaten waren einschlägige Zahlen und Bedingungen der Landesforsten Rheinland-Pfalz.



Ergebnisse:

Am Beispiel eines Datensatzes der Landesforsten Rheinland-Pfalz wurden, im Einklang mit vorhergehenden Modellen des forstlichen Produktionsprozesses, die Annuitäten und Waldreinerträge der Baumarten Fichte, Kiefer, Douglasie, Buche und Eiche berechnet. Ein Vergleich der Annuitäten zeigt, dass die Eiche mit den geringsten Annuitäten am schlechtesten abschneidet, gefolgt von – in aufsteigender Reihenfolge – Kiefer, Buche, Fichte und Douglasie. Mit Abstand die höchsten Annuitäten sind so von der Douglasie zu verzeichnen. Die Ergebnisse der Berechnung des Waldreinertrags ergeben ein differenziertes Bild: Die Douglasie erzielt zwar auch hier die höchsten Werte, jedoch folgt gleich darauf die Eiche.