Fichten-Zielstärkennutzung und Buchen-Voranbau im FA Traben-Trarbach sowie Einfluss des Fichten-Altholzschirmes auf das Wachstum junger Buchen und Fichten -Wiederholungsaufnahme 2008


Uni Freiburg, Waldbau Institut; Az.: Freiburg 04/08



Zielsetzung:

Mit der Versuchsfläche sollen aktiver (im geschlossenen Bestand) und passiver (in Bestandeslücken) Buchenvoranbau unter Fichtenschirm aus Saat und Pflanzung sowie die Entwicklung der Fichtenkonkurrenz bei unterschiedlichen Auflichtungsgraden untersucht werden.



Material und Methoden:

An Buchen und Fichten wurde die Länge des Terminaltriebes der Jahre 2007 und 2008 erfasst. Bei den passiv vorangebauten Buchen der Bestandeslücken (Fl. Nr. 26 und 27) konnten aufgrund der mittlerweile großen Pflanzenhöhen keine Jahrestriebe mehr gemessen werden.



Ergebnisse:

Da eine für das Jahr 2004 vorgesehene Durchforstung nicht durchgeführt worden war, waren konstante Wuchsbedingungen zur Voraufnahme 2004 gegeben.



Aktiver Voranbau:

Die gepflanzten Buchen konnten ihren Vorsprung im Höhenwachstum gegenüber der Fichte weiter ausbauen. Die Pflanzendichte der gepflanzten Buche hat sich seit 2004 nicht verringert (4500 Bu/ha). Während sich in der Überlebensrate der Buche innerhalb und außerhalb Zaun kein Unterschied zeigt, unterscheiden sich die Jahrestrieblängen signifikant zugunsten der gezäunten Buchen.
Die plätzeweise Buchensaat hat seit 2004 keine weiteren Ausfälle zu verzeichnen – die Ausfallrate verharrte bei 53 %. Wie bereits 2004 gab es keine signifikanten Unterschiede in puncto Anzahl Buchen je Saatplatz zwischen gezäunten und ungezäunten Parzellen. 
Demgegenüber zeigt das Höhenwachstum im Zaun eine signifikante Überlegenheit. Dies führt auch dazu, dass in den gezäunten Parzellen die Buche gegenüber der Fichte nach wie vor einen Höhenvorsprung von rund 50 cm aufweist, während in den ungezäunten Parzellen die Fichten durchschnittlich etwa 30 cm größer sind als die Buchen.



Passiver Voranbau:

Bei den passiv in Bestandeslücken eingebrachten Buchen bleibt der markante Höhenvorsprung gegenüber den konkurrierenden Fichten aus dem Jahr 2004 erhalten. In besonders gut lichtversorgten  Bereichen (PARSF-Klasse 30-40%) fand sich eine leichte Zunahme des Höhenvorsprungs. Jährliche Höhenzuwächse von 40-50 cm belegen, dass Nachlichtungen zur Zeit nicht erforderlich sind. Die vereinzelt eingestreuten Ebereschen und Birken sind weiterhin vitaler Bestandteil der vom Laubholz geprägten „offenen“ Bereiche.