Effizienz der Standraumnutzung von Bäumen. Klärung des Zusammenhangs zwischen Wuchs- bzw. Standraum und Zuwachs

Lehrstuhl für Waldwachstumskunde, TU München Az.: München 01/07

 

Zielsetzung:

Darstellung des aktuellen Kenntnisstandes zum Zusammenhang zwischen Zuwachs und Standraum von Bäumen (Einzelbaumeffizienz) unter Berücksichtigung der Bestandesleistung. 

 

Methode:

Literaturstudie zum o.a. Themenfeld einschließlich Beschreibung der Definitionen und Berechnungsansätze. 

 

Ergebnisse:


Die weit überwiegende Zahl der Untersuchungen in diesem Themenkreis belegt bei allen Baumarten mit zunehmender Standfläche bzw. Kronengröße eine abnehmende Zuwachsleistung pro Einheit Standfläche/Kronenschirmfläche. Die höchste Einzelbaumeffizienz tritt bei klein- und mittelkronigen Bäumen auf. Kleinere Kronen besitzen eine relativ größere, für die Zuwachsleistung entscheidende Kronenoberfläche. Großkronige Bäume besitzen ein ungünstigeres Verhältnis zwischen Assimilation und Respiration als kleinkronige Bäume.

Wuchsbeschleunigungseffekte durch durchforstungsbedingte Standraumerweiterungen treten nur in ontogenetisch frühen Stadien auf und klingen rasch und stark ab. Starke, früh einsetzende Durchforstungseingriffe führen damit nicht zu einem beliebig oft wiederholbaren Beschleunigungseffekt. Beispielhaft belegen Untersuchungen aus dem Forstamt Manderscheid in der Eifel, dass schon 30-jährige Douglasien nicht mehr über das Potenzial verfügen, den zur Verfügung stehenden Standraum voll auszunutzen und daher auf starke Durchforstungseingriffe mit einer Minderung in der Flächenleistung reagieren. Insgesamt belegen nahezu alle Untersuchungen einen sehr deutlichen Trade-off Effekt zwischen der Einzelbaumentwicklung und der Flächenleistung.

Umfangreiches Literaturverzeichnis