Untersuchungen zur UV-Lichtbeständigkeit von rotkernigem Buchenholz nach Oberflächenbehandlung (Teil 1)
Untersuchungen zur Verleimbarkeit von rotkernigem Buchen-Schnittholz (Teil 2) 

Institut für Holztechnologie, Uni Göttingen, Az.: 2V/01p

  
Teil 1

Zielsetzung:

Die Farbentwicklung von rotkernigen Buchenholzprodukten wird untersucht, um neben gezielter Information der Verbraucher auch verbesserte Oberflächenbehandlungsmethoden und verwendungsorientierte Sortierungen zu ermöglichen. Dabei geht es primär darum, die Farbbeständigkeit von rotkernigem Buchenholz unter UV-Lichtstrahlung zu analysieren.


Methode:

Die Farbe wurde mit einer spektralphotometrischen Aufnahme im CIEL*a*b-Farbsystem erfasst.
Das Probenmaterial bestand aus ungedämpften, getrockneten Buchenfriesen, die außer dem Rotkern keine weiteren Verfärbungsreaktionen aufwiesen. Die Mittel zur Oberflächenbehandlung basierten auf Leinölgemischen mit unterschiedlichen Arten von Zusatzmitteln.
Die Prüfkörper wurden auf einheitliche Ausgangsfeuchte konditioniert und im QUV-Bewitterungsgerät 48 Stunden mit UV-Licht bestrahlt. Das Referenzkollektiv wurde im Klimaschrank aufbewahrt und vor UV-Licht geschützt.


Ergebnisse:

Sowohl beim Buchenkernholz als auch Buchensplintholz nahm der Anteil der Farbparameter Rot a* und Gelb* zu. Das Buchensplintholz hatte nach UV-Bestrahlung eine höhere Buntheit C* als das rotkernige Buchenholz, wies aber eine einheitlichere Farbhelligkeit auf.
Die stärksten UV-Licht bedingten Änderungen an rotkernigem Buchenholz fanden innerhalb der ersten 3-6 Stunden der Bestrahlung statt. Die verwendeten ölhaltigen Oberflächenbehandlungsmittel reagierten selbst stark auf UV-Licht mit Farbänderungen.

  
Teil 2

Zielsetzung:

Derzeit wird in Deutschland an der Entwicklung von Brettschichtholz-Produkten aus Buchenholz gearbeitet. Dabei ist insbesondere die Verleimbarkeit von Bedeutung. Diese soll für rotkerniges Buchenholz untersucht werden, um weitere Verwendungsmöglichkeiten zu erschließen.


Methode:

Die zu prüfenden Holzkörper wurden nach folgenden Merkmalen ausgeformt: „Ungedämpft, weiß“, „ungedämpft, mit Rotkern“, „gedämpft, weiß“, „gedämpft, mit Rotkern“. Zur Verleimung wurde GLX-3 Leim verwendet. Als Testverfahren wurden die Querzugfestigkeitsprüfung gemäß DIN 68141 und die Zugscherfertigkeitsprüfung nach DINEN 205 verwendet.


Ergebnisse:

Die Festigkeit bei Querzug lag bei gedämpften Buchenproben auf niedrigerem Niveau als bei ungedämpften. Die Unterschiede bei der Zugscherfestigkeit waren vernachlässigbar gering. Unterschiede zwischen unverkerntem und verkerntem Buchenholz in der Leimfugenfestigkeit ergaben sich nicht.