Wirkung von Holzasche im Wald

Institut für Bodenkunde und Waldernährung, Uni Göttingen, Az.: 2V/01f

  
Zielsetzung:

Eine bestehende Versuchsfläche im Solling zu den ökosystemaren Wirkungen von Holzasche aus dem Jahre 1996 wurde erneut beprobt, um die langfristigen meliorativen und lösungschemischen Effekte abschätzen zu können.


Methode:

Die Lysimeteranlagen auf den Versuchsanlagen wurden im Frühjahr und Herbst 2001 für jeweils ca. 6 Wochen in Betrieb genommen und aus den gewonnenen Proben die Hauptelemente  und die PH-Werte bestimmt. Beprobt wurde die Kontrollfläche sowie die Variante mit 2,4 to und mit 4,8 to Asche pro ha.
Im November 2001 wurden Nadelproben vom 1. und 2. Nadeljahrgang gewonnen und analysiert, um eine dauerhafte Düngewirkung der Holzasche zu überprüfen.


Ergebnisse:

Noch 4 Jahre nach Ascheapplikationen (im Jahre 2000) sind die PH-Werte im Oberboden auf den behandelten Flächen noch niedriger als auf der Kontrollfläche. Erst im Herbst 2001 erreicht die 2,4 to - Variante das Niveau der Kontrollfläche. Im Unterboden sind die PH-Werte nach wie vor deutlich gegenüber der Kontrolle reduziert. Für beide Behandlungsvarianten lassen sich immer noch leicht erhöhte Kalium- und deutlich erhöhte ca- und Mg-Gehalte in der Bodenlösung feststellen.
Alle Varianten zeigen bei den Nadelspiegelwerten einen reduzierten N-Gehalt bei gleichzeitig erhöhten Gehalten an P, ca und Mg. Bei Kalium konnte dieser Effekt nicht festgestellt werden. Insgesamt kann nur bedingt von einem anhaltenden Düngeeffekt, insbesondere bei der von der Praxis bevorzugten 2,4 to – Variante, gesprochen werden.
Bei den Schwermetallen ergeben sich leicht erhöhte Gehalte an Mn und Zn in den ersten Nadeljahrgängen. Die Cu-Gehalte sind erniedrigt, obwohl Cu mit der Asche ausgebracht wurde und die Bodenlösung mit Cu angereichert war. Bei Zn und CD deutet sich eine erhöhte Mobilität in der Bodenlösung an.
Insgesamt kann selbst bei Ausbringung von 4,8 to Asche/ha keine kritische Kontamination des Sickerwassers mit Schwermetallen festgestellt werden.