In der Stabsstelle „Internationale Projekte und Netzwerke“ werden forstliche und umweltrelevante Forschungsaktivitäten koordiniert und ausgeführt, die die Grenzen von Rheinland-Pfalz, von Deutschland und von Europa überschreiten. Dazu gehören transnationale Interreg-Projekte zum Wasserrückhalt in der Landschaft oder auch zum Klimawandel in Europa.

Die Mitwirkung an COST-Aktionen (Cooperation in Science and Technology), die zum Teil weit über die Grenzen Europas hinausreichen, erschließen neue Netzwerke und wissenschaftliche Kontakte. COST ist eine internationale Initiative zur europäischen Zusammenarbeit im Bereich der wissenschaftlichen und technischen Forschung, bei der nationale Forschungsarbeiten koordiniert werden. COST gibt europäischen Wissenschaftlern eine Plattform, auf der sie ihre Ideen und Initiativen quer durch alle wissenschaftlichen Disziplinen durch transnationale Netzwerken verwirklichen können, um so nationale Forschungsprojekte in konzertierten Aktionen zu bündeln und durch europaweit vorhandene Kapazitäten von Wissen, technischer Ausstattung und finanziellen Ressourcen effektiv zu nutzen. COST erhebt den Anspruch, europäische Ideenschmiede zu sein.

Forschungsnetzwerke werden auch genutzt, um für das Land Rheinland-Pfalz bedeutsame Projekte durchzuführen, welche der Bündelung von Wissenschaftlern aus verschiedenen Sparten bedarf. So werden im Nationalpark Hunsrück Hochwald mit Hilfe unserer Koordination und unserer Netzwerke  Forschungsaktivitäten interdisziplinär entwickelt und durchgeführt. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Erforschung der Hangmoore, ihrer Ökosystemdienstleistungen und der Möglichkeit ihrer Renaturierung. Auch im grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen werden über deutsch-französische Kontakte Forschungsnetzwerke geschaffen und Projekte initiiert.