Der Schutz des Bodens ist das vielleicht wichtigste Ziel zur Erhaltung der Lebensgrundlagen für Pflanzen, Tiere und Menschen. Nur durch die Erhaltung und wenn möglich Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit können stabile und artenreiche Ökosystem geschützt und die vielfältigen Funktionen der Wälder sichergestellt werden.
Grundlage jeglicher Planung, z.B. Baumartenwahl und Risikoabschätzung, ist die Standortskartierung. Nur mit diesem Wissen kann die angestrebte naturnahe Bewirtschaftung des Waldes heute und in der Zukunft, d.h. unter Berücksichtigung der künftigen klimatischen Entwicklung, sachgerecht entschieden werden.
Periodische Waldbodenzustandserhebungen und Untersuchungen auf Bodendauerbeobachtungsflächen geben Hinweise auf Veränderungen und damit verbundene Risiken. Untersuchungen der ökosystemaren Auswirkungen von Holzerntemaßnahmen, Bodenschutzkalkung und Bodenrestauration geben Hinweise auf die Regenerationsfähigkeit der Wälder und die Waldbodenfunktion als Säurepuffer, Nährstoffspeicher und Sickerwasserfilter.
Da eine effiziente Waldbewirtschaftung nicht auf den Einsatz von Maschinen bei Holzernte und -transport verzichten kann, werden Befahrungsversuche zur Bodenverdichtung und deren Folgewirkungen durchgeführt. Ziel ist die Entwicklung bodenschonender Bewirtschaftungs- und Erschließungskonzepte.