Art und Höhe des Niederschlags, dessen räumliche und zeitliche Verteilung sowie Temperaturverläufe sind zentrale natürliche Einflussfaktoren auf das Ökosystem Wald.
Zum einen können unmittelbar Schäden an den Bäumen beispielsweise durch sommerliche Trockenheit, Früh- oder Spätfrost, Nassschneefälle, Stürme oder Hagelschlag entstehen. Zum anderen beeinflusst die Witterung die Ozonentstehung, den Bodenchemismus, die Bildung von Blütenknospen, die Fruktifikation und viele andere Abläufe in den Waldökosystemen. Großen Einfluss hat die Witterung auch auf Massenvermehrungen von Schadinsekten und Pilzkrankheiten. Daher ist der Witterungsverlauf häufig mitverantwortlich für die von Jahr zu Jahr auftretenden Veränderungen im Kronenzustand der Bäume.
Zudem sind Waldklimastationen Grundlage zur Anwendung von Wasserhaushaltsmodellen, die u.a. der Berechnung von Stoffflüssen dienen.
Ohne das Wissen über diese Einflussfaktoren ist die Analyse der Ursachen-Wirkungsbeziehungen nur eingeschränkt möglich. Aus diesem Grunde werden alle verfügbaren Wetterdaten zur Interpretation genutzt. Zusätzlich wurden in der Nähe von zentralen Untersuchungsflächen Wetterstationen eingerichtet, um belastbare  Vergleichsinformationen insbesondere in abgelegenen Waldgebieten zu erhalten.
Alle Daten sind online unter http://www.wetter.rlp.de zusammen mit vielen Stationen anderer Betreiber verfügbar. Grundlegende Analysen werden durch das Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen vorgenommen (http://www.kwis-rlp.de). Dort sind sowohl zurückliegende Klima- und Witterungsdaten als auch in die Zukunft gerichtete Kimaprojektionen verfügbar.