Dem Waldboden kommt wegen seiner Filter- und Puffereigenschaften und der Fähigkeit Kohlenstoff und Nährstoffe zu speichern eine Schlüsselrolle für die Funktionsfähigkeit der Waldökosysteme und deren Klimaschutzwirkung zu. Landesweite Übersichtserhebungen auf einem systematischen und permanenten Stichprobenraster erlauben flächenrepräsentative Aussagen über den aktuellen Zustand und die Entwicklung  in Rheinland-Pfalz.
Im Rahmen des forstlichen Umweltmonitorings wird daher der Zustand der Waldböden über landes-, bundes- und europaweite Erhebungen erfasst. Nach der  ersten landesweiten Waldbodenzustandserhebung (BZE I) 1989 bis 1991 und der zweiten. Erhebung 2006 und 2007 an mittlerweile 165 Rasterpunkten (BZE II) (Stichprone der Waldzustandserhebung 4*12km sowie EU-Stichprobe 16*16km)  ist die dritte Erhebung für den Zeitraum 2022 bis 2024 geplant.  Bei der BZE werden für die Humusauflage und im Mineralboden bis maximal 2 m Tiefe eine Vielzahl von morphologischen, physikalischen und chemischen Kennwerten ermittelt wie beispielsweise die Humusform, pH-Werte, C/N- und C/P-Verhältnisse, Gehalte und Vorräte aller wesentlichen Nährstoffe und potentiellen Schadstoffe, Mineralgehalte und vieles mehr.