Unter Samengarten oder Samenplantage ist die Anpflanzung ausgelesener Sämlinge oder Klone (Klon= genetisch identischer Abkömmling von ausgewählten Mutterbäumen, der über Stecklinge oder Pfropflinge erzeugt wird) zu verstehen, die so abgeschirmt oder bewirtschaftet wird, dass eine von außerhalb der Anpflanzung kommende Fremdbestäubung weitgehend vermieden wird. Diese Anlagen dienen zur Erhöhung der genetischen Vielfalt und damit zur besseren Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Umweltbedingungen (Klimawandel). Sie ermöglichen bei entsprechender Anlage und Pflege eine häufigere, reichere und leicht durchführbare Saatguternte. Die Bezeichnung Samengarten wird für Generhaltungsanlagen seltener Baum- und Straucharten verwendet, der Begriff Samenplantage für Baumarten die dem Forstvermehrungsgut Gesetz (FoVG) unterliegen. 


Mittlerweile gibt es in Rheinland-Pfalz für 26 Baumarten Samenplantagen bzw. Samengärten und für ebenso viele Straucharten Samengärten. Die Beerntung dieser Plantagen/Samengärten obliegt dem Forstlichen Genressourcenzentrum Rheinland-Pfalz und kann bei Bedarf auch an Dritte abgetreten werden.

Moorbirken-Samenplantage "Weilerbach"
Vogelkirschen-Samenplantage "Tobiashaus"

Stand 2012

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