Aus dem Grundgedanken der forstlichen Nachhaltigkeit leitet sich nicht nur, neben Nutzungsaspekten, die Sicherung der Vielfältigkeit der Waldökosysteme und der darin lebenden Arten ab, sondern auch die Erhaltung der genetischen Vielfalt in unseren Wäldern. Nur wenn innerhalb einer Art eine größtmögliche genetische Vielfalt vorhanden ist, kann man davon  ausgehen, dass diese Art den zukünftigen Umweltbedingungen gewachsen ist, weil sie sich anpassen kann. Dieser Zusammenhang bekommt vor dem Hintergrund der immer schneller fortschreitenden globalen Erwärmung eine besondere Brisanz.

Gerade in Wäldern ist dabei auch die Tatsache zu berücksichtigen, dass die Bäume, aufgrund ihrer Langlebigkeit und Ortsgebundenheit  ungünstigen Umweltbedingungen nicht einfach ausweichen können. Hier muss im besonderen Maß auf eine genetische Vielfältigkeit und damit Reaktionsfähigkeit geachtet werden.
Um sich dieser Aufgabe zu stellen und das Wissen zu bündeln, wurde 2010 das Forstliche Genressourcenzentrum (FoGZ)  in Trippstadt, Antonihof, gegründet.

Die Sicherung der Forstlichen Genressourcen erfolgt durch

  • die gewissenhafte Auswahl von zur Beerntung geeigneter Waldbestände gemäß dem Forstvermehrungsgutgesetz (FoVG
  • eine alternierende Beerntung dieser Bestände, um hochwertiges, herkunftsgesichertes und zertifiziertes Saatgut zum Aufbau vielfältiger, stabiler Wälder bereitzustellen.
  • die Unterschutzstellung von Waldarealen (Generhaltungseinheiten) mit einer besonderen genetischen Ausstattung oder Waldbereichen mit seltenen Baumarten
  • die Anlage von Generhaltungsplantagen
  • die Durchführung von Herkunftsversuchen, um die Anpassungs- und Leistungsfähigkeit einer Herkunft festzustellen und Empfehlungen für die Waldbesitzenden zu geben